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Blick auf einen Strand in der Region Asturien.

Asturien

Natur pur im Fürstentum

Das Fürstentum Asturien ist eine autonome Region im Norden Spaniens, umschlossen von den Regionen Kastilien und León, Galizien und Kantabrien. Dieser eindruckvolle Landstrich ist ein Paradies für Natur- und Kulturliebhaber mit traumhaften Küstenabschnitten und tief verwurzelten Traditionen. Eingebettet ist Asturien zwischen dem kantabrischen Meer und den Picos de Europa, der imposanten Bergkette im Norden der iberischen Halbinsel. Für Wanderer und Bergsteiger ist der Nationalpark ein wahres Paradies. An der Küste Asturiens findet man schöne Strände, verschlafene Fischerdörfer und das ein oder andere kulinarische Highlight. Das Fürstentum ist reich an Sehenswürdigkeiten, die an die interessante Geschichte der Region erinnern. Besucht werden muss die Hauptstadt von Asturien, die Stadt Oviedo, mit der beeindruckenden Kathedrale. An der Küste Asturien liegt Gijón, die zweitgrößte Stadt der Region. Wer aktive Ferien verbunden mit Strand und Natur plant ist hier genau richtig.

Asturien und seine Städte

Eine Städtereise durch die Region

Oviedo - Die königliche Stadt

Oviedo die Hauptstadt von Asturien, die ihren historischen und vom Hochmittelalter geprägten königlichen Charakter bis heute bewahrt hat. Das Herz der Stadt schlägt in der Altstadt mit ihrer Architektur. Ein absolutes Highlight ist die Kathedrale von Oviedo, ein prächtiges gotisches Bauwerk, das den heiligen Schrein „Cámara Santa“ beherbergt und Pilger aus der ganzen Welt anzieht. Die Stadt Oviedo ist auch der Startpunkt des Camino Primitivo, eines Jakobsweges nach Santiago, der sehr zu empfehlen ist. Sehenswert in Oviedo ist der Parque de San Francisco, ein idyllischer Stadtpark, der zur Entspannung einlädt. Das asturische Oviedo ist zudem bekannt für seine präromanischen Kirchen wie Santa María del Naranco und San Miguel de Lillo, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen und hoch auf einem Hügel mit Aussicht über das gesamte Umland liegen.

Ab ans Meer nach Gijón

Von Oviedo führt die Reise an die Küste des Atlantiks nach Gijón, die größte Stadt Asturiens. Gijón vereint Moderne und den Charme einer Hafenstadt. Die Playa de San Lorenzo ist ein weitläufiger Stadtstrand, der bei Sonnenuntergang besonders schön ist und von einer belebten Strandpromenade gesäumt wird. Die Altstadt Cimavilla ist ein malerisches Viertel voller Restaurants und Bars, das die Geschichte der Stadt als Fischerort widerspiegelt. Ein kulturelles Highlight ist das Museo del Ferrocarril das Eisenbahnmuseum, das die Geschichte der Eisenbahn im Norden Spaniens lebendig werden lässt. Nicht zu vergessen ist die Laboral Ciudad de la Cultura, das Kulturzentrum der Stadt, das einst eine Universität war und heute Kunstausstellungen, ein Theater und vieles mehr beherbergt.

Tradition und Moderne in Avilés

Die Stadt Avilés, drittgrößte Stadt Asturiens ist voller architektonischer Kontraste. Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen und beeindruckenden Herrenhäusern erinnert an vergangene Jahrhunderte. Das moderne Symbol der Stadt ist jedoch das Centro Niemeyer, ein futuristisches Kulturzentrum, das der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer entworfen hat. Mit seinem ikonischen weißen Gebäude und gelben Kuppeln ist das Zentrum heute ein Ort für Kunst, Konzerte und Filmfestivals. Die Iglesia de San Nicolás de Bari der Parque de Ferrera und der Brunnen Caños de San Francisco sind ebenfalls beliebte Ziele für Besucher, die ruhigere und historische Seite der Stadt Avilés erleben möchten.

Asturien - eine Reise durch die Natur

Wandern und mehr

Asturien ist mit seinen seinen grünen Landschaften und schönen Küstenabschnitten ein Naturparadies im Norden der iberischen Halbinsel. Es bietet sich an das Fürstentum Asturien zu erwandern, um die üppigen Wälder, weiten Täler und die zerklüftete Bergwelt zu erkunden. Die vielfältige Natur in Asturien sind vor allem in den Nationalparks und Naturschutzgebieten zu finden, allen voran im Nationalpark Picos de Europa. Der Picos de Europa Nationalpark, der sich über die Regionen Asturien, Kantabrien und Kastilien-León erstreckt, ist ein Gebiet mit einem beeindruckenden Landschaftbild und auch eine der besten Adressen für Bergsteiger. Die Berge hier sind geprägt von steilen Felswänden, tiefen Schluchten und hochgelegenen Seen. Besonders bekannt sind die Lagos de Covadonga, zwei türkisfarbene Gletscherseen, die inmitten der Gipfel des Gebirges liegen. Eine Wanderung entlang blühender Wiesen, die von Enzian und Bergnelken gesäumt sind zu den Seen ist besonders im Sommer sehr schön. Die Region Asturien ist aufgrund des feuchten, milden Klimas und der hohen Niederschläge eine grüne Oase. In den tieferen Lagen findet man vor allem Laubwälder mit Buchen, Eichen und Kastanienbäumen, die im Herbst in goldenen Farben erstrahlen. In höheren Lagen dominieren robuste Kiefern und Tannen, die sich den raueren klimatischen Bedingungen anpassen. Die Wiesen im Frühjahr und Sommer blühen in leuchtenden Farben, von Heidekraut über Orchideen bis zu Bergveilchen und ziehen Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an, die zu einem gesunden Ökosystem beitragen. Besonders spannend ist es, in den Picos de Europa nach dem Iberischen Wolf und dem seltenen Kantabrischen Braunbären Ausschau zu halten. Beide Tiere gelten als Symbole der asturischen Wildnis und sind durch Schutzprogramme bestens geschützt. Auch Wildkatzen, Hirsche und Wildschweine sind in den Wäldern und Tälern anzutreffen. Der Himmel wird häufig von Steinadlern, Rotmilanen und dem majestätischen Bartgeier durchzogen – ideale Bedingungen für Vogelbeobachter.

Blick auf Lagos de Covadonga in Picos de Europa, Asturien.

Die Costa Verde entlang

Ferien am Meer

Die Küste Asturiens, auch Costa Verde genannt ist tatsächlich einzigartig. Entlang der unberührten Küste wechseln sich zerklüftete Klippen, versteckte Buchten und lange Sandstrände ab. Ein absoluter Höhepunkt der Küste ist der Playa del Silencio, auch der „Strand der Stille“ genannt. Eingebettet zwischen hohen Klippen und von kristallklarem Wasser umgeben, ist dieser Strand ein Ort der Ruhe und Schönheit. Die gewundenen Felsen, die sich ins Meer erstrecken, schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die den Strand zu einem perfekt für entspannte Strandferien macht. Bei Sonnenuntergang taucht das Licht die Szenerie in magische Farben, ein Anblick den man so schnell nbicht vergessen wird. Ein weiteres faszinierendes Naturwunder ist der Playa de Gulpiyuri. Dieser kleine, halbkreisförmige Strand liegt versteckt im Landesinneren, etwa 100 Meter von der Küste entfernt und wird durch unterirdische Wasserkanäle mit dem Meer verbunden. Die Wellen des Meeres bahnen sich ihren Weg durch diese Kanäle und lassen das Wasser sanft an den Strand spülen – ein spektakuläres Phänomen, das den Strand von Gulpiyuri zu einem der ungewöhnlichsten Strände der Welt macht. Sehenswert ist die Ort Llanes, ein malerisches Fischerdorf, das für seine historischen Bauten und die guterhaltende Altstadt bekannt ist. Die Cubos de la Memoria, bunte Betonblöcke, die die Hafenmauer schmücken, sind eines der markanten Wahrzeichen der Stadt. Zudem lädt der Strand von Toró, der Playa del Toró mit seinen natürlichen Felsenformationen und das türkisfarbene Wasser zum Baden ein.

Weiter gehts nach Cudillero, einem kleinen Fischerdorf, das an einem Hang liegt und aus lauter bunten Häusern besteht, die steil hinab zum Meer führen. Dieser schöne Ort ist ein weiterer Höhepunkt der Costa Verde. Hier scheint die Zeit stillzustehen, die engen Gassen führen zu malerischen Plätzen, von denen aus man einen sehr schönen Blick auf das Meer hat. Der Hafen und die Promenade laden zu einem Spaziergang an kleinen Tavernen vorbei, ein. In Ribadesella, einer kleinen Küstenstadt an der Costa Verde, können Besucher nicht nur die schölne Altstadt entdecken, sondern auch prähistorische Spuren. Entlang der Küste bei Playa de la Griega sind versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke zu sehen, die Millionen Jahre alt sind und auf salle Fälle bei einer Reise an der Küste entlang erkundet werden sollten. Für Wanderfreunde bieten sich entlang der Küste viele Wanderwege, die herrliche Aussichten auf das Meer und die grünen Hügel Asturiens eröffnen. Der Senda Costera, ein Küstenwanderweg führt durch die ländlichen Gegenden, vorbei an Klippen und Naturstränden. Auf dem Wanderweg gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, wie den Mirador del Fitu, von dem aus man die gesamte Küstenlinie überblicken kann.

Der Camino Primitivo

Auf den Spuren der Pilger

Der Camino Primitivo, der „Ursprüngliche Weg“, gilt als einer der ältesten und authentischsten Jakobswege und führt auf einer rund 320 Kilometer langen Route von Oviedo nach Santiago de Compostela. Als Wanderer und Pilger auf dieser historischen Strecke taucht man tief in die Schönheit der Landschaft Asturiens und Galiciens ein und erlebt zu Fuß die spirituelle und kulturelle Bedeutung dieses Jakobweges. Eine Pilgerreise entlang des Camino Primitivo nimmt ihren Anfang in der Kathedrale von Oviedo, dem Prunkstück der Hauptstadt Asturiens. Diese gotische Kathedrale ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern auch der spirituelle Ausgangspunkt des Camino Primitivo. Alle Pilger holen sich hier den ersten Stempel in ihren Pilgerpass, bevor sie die Stadt hinter sich lassen und in die schöne Natur Asturiens auf dem Weg nach Santiago de Compostela eintauchen. Der Jakobsweg Camino Primitivo führt dann durch die wildromantischen Berge des Fürstentums. Die ersten Etappen sind anspruchsvoll und belohnen jeden Pilger mit spektakulären Ausblicken über grüne Täler, nebelverhangene Gipfel und die bekannten einsamen Wälder. Die Etappe nach Grado und das Bergdorf Salas sind ersten Höhepunkte, die einen Einblick in die asturische Kultur und Landschaft bieten. Einer der herausragenden Abschnitte des Camino Primitivo ist die sogenannte Hospitales Route. Diese anspruchsvolle Etappe führt über einsame Berghöhen, auf denen einst Pilgerkrankenhäuser standen, die heute verfallene Ruinen sind. Die Route verläuft entlang der Kantabrischen Berge. Der Weg ist nicht einfach und oft den starken Winden ausgesetzt, doch die Einsamkeit und Weite machen diese Strecke unvergesslich.

Entlang des Camino Primitivo Jakobsweg durch Asturien.

Essen und Trinken in Asturien

Es wird kulinarisch

Die Küche Asturiens ist so vielfältig wie die Natur des Fürstentums. Das Nationalgericht ist die Fabada Asturiana, ein herzhafter Bohneneintopf, der aus weißen Fabes-Bohnen, Chorizo, Morcilla, eine Blutwurstsorte und Speck zubereitet wird. Die Bohnen sind besonders zart und nehmen den Geschmack der Würste und des Specks auf, was der Fabada ein intensives Aroma verleiht. Dieses deftige Gericht ist eine ideale Mahlzeit für kältere Monate und spiegelt die bodenständige Küche Asturiens perfekt wieder und sollte auf alle Fälle bei einer Reise durch Region probiert werden. Asturien ist bekannt für seine Käseproduktion, und der Cabrales ist dabei der Star. Dieser Blauschimmelkäse wird in den Höhlen der Picos de Europa gereift, was ihm seinen unverwechselbaren, intensiven Geschmack verleiht. Er wird oft mit Sidra, dem asturischem Apfelwein kombiniert und zu Brot oder als Teil von Saucen serviert. Seine würzige Note ist ideal für Liebhaber kräftiger Käsesorten und verleiht asturischen Gerichten eine besondere Note. Ein Muss in Asturien ist übrigens der Sidra, der bekannte Apfelwein, der in den typischen Sidrerías, den Apfelweinkneipen ausgeschenkt wird. Die Kunst des Einschenkens, genannt el escanciado, ist eine Tradition für sich: Der Sidra wird aus großer Höhe ins Glas gegossen, um ihn mit Luft anzureichern und die Aromen zu entfalten. Der Geschmack des Sidra ist frisch, leicht säuerlich und ein perfekter Begleiter zu vielen asturischen Gerichten.

In den Sidrerías wird oft nur ein kleiner Schluck serviert, der gleich getrunken werden soll, bevor der nächste eingeschenkt wird. Ein weiteres beliebtes Gericht ist Chorizo a la Sidra, bei dem die würzige Chorizo in Sidra gekocht wird. Der Apfelwein verleiht der Wurst eine leichte Säure und einen besonderen Geschmack, der gut zu dem kräftigen Aroma der Chorizo passt. Diese einfache, aber aromatische Spezialität wird oft als Tapas in den Sidrerías serviert. In einer Region am Merr findet man in Asturien natürlich eine Vielzahl frischer Meeresfrüchte. Besonders beliebt sind die Navajas, die Messermuscheln, Percebes, die Entenmuscheln und der weisse Thunfisch Bonito del Norte, die sowohl gegrillt als auch in Eintöpfen und Paellas zubereitet werden. Die Küstendörfer und Städte bieten zahlreiche Restaurants, in denen diese Spezialitäten fangfrisch serviert werden. Für den süßen Abschluss einer Mahlzeit in Asturien ist der Arroz con Leche eine Art Milchreis ideal. Diese asturische Variante ist besonders cremig und wird mit Zimt und Zitronenschale aromatisiert. Oft wird er leicht karamellisiert serviert, was eine zarte Kruste auf der Oberfläche bildet. Der Geschmack ist dabei mild und süß. Guten Appetit.

Die beste Reisezeit für Asturien

Das Klima und Wetter

Das Wetter in Asturien ist geprägt vom feuchten und milden Klima an der Costa Verde und der Biskaya. Das Klima wird stark vom kantabrischen Meer beeinflusst und unterscheidet sich deutlich von dem trockenen und heißen Klima im Rest Spaniens. Im Fürstentum wechseln sich deshalb milde Sommer mit regnerischen Wintern ab und halten die Natur immer grün. Die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über moderat, ohne extreme Schwankungen. Im Sommer, von Juni bis September, liegen die Tageshöchstwerte normalerweise bei angenehmen 20 bis 25 °C, während die Nächte kühl sind und oft Temperaturen von 10-15 °C erreichen. Dadurch ist die Sommerhitze deutlich weniger intensiv als im Süden Spaniens, wie beispielsweise in Andalusien. Dieses Wetter ist besonders für Aktivitäten wie Wandern und Erkundungstouren sehr angenehm. Die Winter sind in Asturien, von Dezember bis Februar, eher mild und feucht. Die Temperaturen fallen selten unter 5 °C und erreichen tagsüber oft etwa 10 bis 15 °C. Regen ist im Winter häufig verbunden mit Nebel keine Seltenheit, besonders in den höher gelegenen Gebieten wie der Picos de Europa. Die Küstenregion bleibt dabei meist etwas wärmer als das bergige Inland. Der Frühling und der Herbst sind ebenfalls reizvolle Jahreszeiten für eine Reise nach Asturien. Der Frühling, von März bis Mai, erfreut mit blühenden Wiesen und Obstbäumen, die die Landschaft in ein Blütenmeer verwandeln. Die Temperaturen sind angenehm mild, aber es kann noch häufiger regnen. Der Herbst, von September bis November, verleiht den Wäldern und Hügeln Asturiens eine goldene Färbung. Jetzt beginnt die Erntezeit für die Äpfel – perfekt, um den lokalen Apfelwein Sidra in den Sidrerías zu genießen. Die beste Reisezeit für Asturien ist von Mai bis Oktober, wenn das Wetter milder und stabiler ist und die Niederschläge tendenziell etwas geringer sind. Besonders die Monate Juni, Juli und September gelten als ideal, da die Temperaturen angenehm warm, aber nicht zu heiß sind. In dieser Zeit ist das Wetter meist ideal für Outdoor Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und Ferien am Strand, da die Niederschläge im Vergleich zu anderen Monaten geringer sind und sonnige Tage häufiger vorkommen. Also, geniesse Zeit in Asturien.