Wer Lanzarote zum ersten Mal besucht, hat oft das Gefühl, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Schwarze Lavafelder, bizarre Kraterlandschaften und rostrote Vulkankegel prägen die Insel so stark, dass viele Besucher sagen: Lanzarote fühlt sich an wie eine Wanderung auf dem Mars.
Genau diese aussergewöhnliche Landschaft macht die Kanareninsel zu einem der faszinierendsten Reiseziele Spaniens. Besonders Naturfans und Wanderbegeisterte entdecken 2026 zunehmend die vulkanische Seite der Insel – mit spektakulären Orten wie dem Timanfaya-Nationalpark, der berühmten grünen Lagune von El Golfo und der einzigartigen Architektur von César Manrique.
Timanfaya: Die Feuerberge Lanzarotes
Das Herz der vulkanischen Landschaft ist der Timanfaya National Park. Hier erstreckt sich eine der spektakulärsten Vulkanlandschaften Europas.
Zwischen 1730 und 1736 erschütterten gewaltige Vulkanausbrüche die Insel. Mehr als 30 Vulkane entstanden und bedeckten grosse Teile Lanzarotes mit Lava. Noch heute wirkt die Landschaft fast unwirklich – ein Meer aus schwarzem Gestein, roten Kratern und erstarrten Lavawellen.
Besucher erleben hier eindrucksvoll, wie aktiv die Erde unter Lanzarote noch immer ist. Bei Vorführungen zeigen Ranger beispielsweise, wie trockenes Gestrüpp innerhalb von Sekunden in Flammen aufgeht, sobald es in eine Erdspalte gesteckt wird – wegen der Hitze unter der Oberfläche.
Auch das berühmte Restaurant El Diablo, das von César Manrique entworfen wurde, nutzt diese natürliche Energie: Hier wird Fleisch tatsächlich über der Vulkanhitze gegrillt.
Wandern durch Lavafelder: Lanzarotes „Marslandschaft“
Während der Nationalpark selbst nur mit geführten Touren besucht werden kann, gibt es rund um Timanfaya zahlreiche Wandergebiete, in denen du die Vulkanlandschaft hautnah erleben kannst.
Besonders eindrucksvoll sind Wanderungen durch:
- die Lavafelder von La Geria, wo Weinreben in Vulkanasche wachsen
- die Caldera Blanca, einen riesigen Vulkankrater mit spektakulärer Aussicht
- die Vulkanlandschaft rund um Montaña Colorada
Diese Gebiete zeigen eindrucksvoll, warum Lanzarote oft mit einer Mond- oder Marslandschaft verglichen wird. Kaum Vegetation, bizarre Lavaformationen und ein intensiver Kontrast zwischen schwarzem Gestein und blauem Himmel prägen das Bild.
El Golfo und die grüne Lagune
Ein weiteres Naturwunder der Insel liegt an der Westküste: das kleine Fischerdorf El Golfo.
Direkt neben dem Ort befindet sich die berühmte grüne Lagune Charco de los Clicos. Das Wasser leuchtet intensiv smaragdgrün – ein Effekt, der durch spezielle Algen entsteht.
Der Kontrast macht diesen Ort einzigartig:
- grüne Lagune
- schwarzer Lavastrand
- rostrote Vulkanhänge
- tiefblauer Atlantik
Die Lagune liegt in einem halb eingestürzten Vulkankrater und gehört zu den meistfotografierten Naturwundern der Kanaren.
Ein Spaziergang entlang der Küste rund um El Golfo gehört deshalb zu den schönsten kurzen Wanderungen auf Lanzarote.
César Manrique: Der Künstler, der Lanzarote prägte
Kaum jemand hat das Erscheinungsbild der Insel so stark beeinflusst wie César Manrique.
Der Künstler, Architekt und Umweltaktivist setzte sich in den 1960er- und 1970er-Jahren dafür ein, dass Lanzarote seine natürliche Schönheit bewahrt. Dank seiner Vision gibt es auf der Insel bis heute kaum Hochhäuser, viele Gebäude sind weiss gestrichen und Werbung ist stark begrenzt.
Seine Architektur verbindet Kunst, Natur und Vulkanlandschaft auf einzigartige Weise.
Jameos del Agua: Kunst im Lava-Tunnel
Eines seiner bekanntesten Werke ist Jameos del Agua.
Die Anlage wurde in einem natürlichen Lavatunnel geschaffen und kombiniert:
- unterirdische Seen
- weisse Architektur
- tropische Pflanzen
- eine spektakuläre Konzertlocation
Besonders berühmt sind die winzigen weissen Albino-Krebse, die nur hier leben.
Mirador del Río: Der spektakulärste Aussichtspunkt der Insel
Ein weiteres Meisterwerk ist der Mirador del Río.
Der Aussichtspunkt liegt hoch über den Klippen im Norden der Insel. Von hier hast du einen spektakulären Blick auf:
- die kleine Insel La Graciosa
- den Atlantik
- die dramatischen Steilküsten Lanzarotes
Das Gebäude selbst ist fast unsichtbar in den Felsen integriert – ein typisches Beispiel für Manriques Philosophie: Architektur soll Teil der Landschaft sein, nicht sie dominieren.
Warum Lanzarote 2026 besonders im Trend liegt
Immer mehr Reisende entdecken Lanzarote als Natur- und Wanderziel. Gründe dafür sind:
- spektakuläre Vulkanlandschaften
- ganzjährig mildes Klima
- gut ausgebaute Wanderwege
- einzigartige Architektur
- weniger Massentourismus als auf anderen Kanareninseln
Gerade Schweizer Reisende schätzen die Kombination aus Natur, Ruhe und beeindruckender Landschaft.
Fazit: Lanzarote fühlt sich an wie eine Reise auf einen anderen Planeten
Lanzarote ist keine typische Badeinsel – und genau das macht ihren Reiz aus. Zwischen Vulkanen, Lavafeldern und spektakulären Küsten fühlt sich die Insel manchmal tatsächlich an wie eine Wanderung über den Mars.
Mit Orten wie dem Timanfaya-Nationalpark, der grünen Lagune von El Golfo und den visionären Bauwerken von César Manrique zeigt Lanzarote, wie einzigartig die Natur und Kultur der Kanaren sein können.
Wer Spanien einmal aus einer völlig neuen Perspektive erleben möchte, findet hier eine der faszinierendsten Landschaften Europas.

