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Die bunten Häuser in Girona, Katalonien, Spanien.

Girona

Die geheime Perle in Katalonien

Wer an Katalonien denkt, dem schießen gleich Bilder vom kosmopolitischen Barcelona in den Kopf. Tatsächlich hat die Region im Nordosten Spaniens jedoch auch viele andere spannende Attraktionen zu bieten. So gilt zum Beispiel ein Besuch der Stadt Girona als ein echtes Highlight. In der bezaubernden katalanischen Stadt lässt sich nicht nur eine eindrucksvolle Mittelalterarchitektur bewundern, sondern ebenfalls diverse repräsentative römische Ruinen. Gerona verbindet die Flüsse Onyar, Güell, Ter und Galligants miteinander und wird deswegen auch oftmals als „Vier-Flüsse-Stadt“ betitelt. Da sich die Stadt im Hinterland der Costa Brava befindet, ist sie dem ein oder anderen gewiss durch den dort liegenden Verkehrsflughafen ein Begriff. Dabei gilt die historische Stadt als ein wahrer Schatz fernab des Massentourismus und stellt ein absolutes Muss für jegliche Kulturbegeisterte dar. Was die pittoreske Stadt Kataloniens ansonsten noch alles zu bieten hat, lässt sich folglich nachlesen.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Girona
Überaus sehenswert in Gerona sind vor allem die arabischen Bäder im romanischen Baustil, die sich auf dem Plaça de les Jurats befinden und bereits schon im 12. Jahrhundert erbaut wurden. Im Jahr 1931 wurde die faszinierende Bäderanlage sogar zum Baudenkmal erklärt. Im Inneren lassen sich verschiedene Abteilungen wie zum Beispiel ein Dampfbad oder ein Kaltbad bestaunen. Das Zentrum der Anlage ist dagegen mit einem achteckigen Schwimmbecken bestückt, welches von romanischen Säulen umgeben ist. Zuzüglich empfehlenswert ist es der Stiftskirche Esglesia de Sant Feliu einen Besuch abzustatten. Schließlich stellt dieses repräsentative Bauwerk nicht nur die älteste Kirche der Stadt dar, sondern ist obendrein im Inneren mit wertvollen Schätzen wie den liegenden Christus oder dem gotischen Altaraufsatz der Jungfrau María bestückt. Aber auch die Stadtmauer von Girona, die La Muralla de Girona, gilt als eine beliebte Sehenswürdigkeit, dessen Überreste auf die Zeit der alten Römer zurückführt.

Architektonisches Meisterwerk - Die Kathedrale Santa Maria

In Girona gibt es so einiges zu bestaunen. Ein besonders imposantes Gebäude stellt jedoch insbesondere die Kathedrale Santa Maria dar, die vor Ort als dominierendes Bauwerk gilt. Denn das architektonische Highlight lässt sich fast von jedem Winkel der Stadt aus betrachten. Bei einer Besichtigung sollte vor allem einen Blick auf das gotische Kirchenschiff geworfen werden, welches als das breiteste weltweit gilt. Im Inneren befinden sich überdies faszinierende Malereien von großem Wert. Das prächtige Gemäuer wurde sowohl im romanischen sowie auch im gotischen Baustil erbaut. Darüber hinaus lassen sich auch ein paar barocke Einflüsse erkennen. Um zum Hauptportal zu gelangen, muss erst über eine Freitreppe gestiegen werden, die ungefähr Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde.

Spannende Ausflugsziele - So viel hat die “Vier-Flüsse-Stadt” zu bieten

In Girona lassen sich ebenfalls etliche interessante Ausflugsmöglichkeiten finden. So sollten Filmliebhaber unbedingt dem Museu del Cinema einen Besuch abstatten. Schließlich lässt sich hier eine bemerkenswerte Sammlung an alten Vorkino- und Kinoobjekten begutachten. Zu einem entspannten Spaziergang oder einem gemütlichen Picknick lädt dagegen der üppig bepflanzte Parc de la Devesa ein. An einigen Tagen findet hier darüber hinaus ein Wochenmarkt statt, welcher zum Kosten der kulinarischen Spezialitäten einlädt. Für Kunstbegeisterte lohnt es sich dagegen vor allem das Museo de Arte anzusteuern, welches sich im Bischofspalast der Stadt befindet. Auf mehr als 4000 Quadratmetern Fläche können hier insbesondere Sammlungen gotischer und romanischer Kunstobjekte bewundert werden.

Die Geschichte des Calls - Das jüdische Viertel von Gerona

Gerona blickt auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurück. Die Ursprünge der katalanischen Stadt reichen bis in die Zeit der Römer zurück. Im 6. Jahrhundert wanderten obendrein etliche Goten ein. Vom 12. bis 15. Jahrhundert lebte überdies eine große jüdische Gemeinde in Gerona, die auch noch heutzutage einige Teile der Stadt prägt. So befindet sich in der Altstadt zum Beispiel das jüdische Stadtviertel Call de Girona, welches zu den besterhaltenen jüdischen Vierteln weltweit zählt. Mit seinen steilen Treppen, labyrinthartigen Gassen und verträumten Hinterhöfen zieht das Call alljährlich vor allem zahlreiche Touristen an. Dank des mittelalterlichen Flairs gilt das Viertel zudem als beliebte Kulisse für große Film- und Fernsehprojekte. So wurde zum Beispiel der Film „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders" sowie die sechste Staffel „Game of Thrones" vor Ort gedreht. Im Museu d'Història dels Jueus lassen sich übrigens diverse archäologische und dokumentarische Fundstücke der jüdischen Gemeinde begutachten.

Weitere spannende Highlights rund um die katalanische Stadt

Erkunde unbedingt Girona bei einer Stadttour durch die bezaubernde mittelalterliche Altstadt. Das mittelalterliche Flair musst du während deinem Städtetrip erfahren und gespürt haben. Denn während entspannt durch die engen Gassen geschlendert wird, lassen sich viele atemberaubende Eindrücke sammeln. Darüber hinaus befinden sich hier viele urige Cafés und Restaurants, in denen vorzüglich die katalanische Küche erforscht werden kann. Die kleinen Shops der Altstadt laden zudem zu einem gemütlichen Einkaufsbummel ein. Ein besonders einzigartiger Ausblick lässt sich vor allem auf der Steinbrücke Pont de Pedra genießen, welche die Altstadt mit dem restlichen Teil der Stadt verbindet. Einen Blick wert sind ebenso die vielen pastellfarbenen Häuser am rechten Ufer des Onyars, die als perfekte Fotokulisse fungieren.

Der Banyoles See sorgt für Abkühlung

Wer in den heißen Sommermonaten nach Girona reist, der sollte unbedingt einen Abstecher zum Banyoles See unternehmen. Denn der etwas außerhalb der Stadt liegende 112 ha große Badesee eignet sich ideal zum Schwimmen, zum Fahrrad fahren oder zum Spazierengehen. Des Weiteren lassen sich hier etliche Wassersportarten wie beispielsweise Wasserski oder Kanufahren ausüben. Zuzüglich können die Schönheiten der Natur auch mit einem Leih-Boot erkundet werden. Am Westufer befindet sich ansonsten noch die im 12. Jahrhundert erbaute Santa Maria de Porqueres Kirche. Einen weiteren absoluten Hingucker stellen zudem die vielen kleinen, bunten Pavillons am Ufer des Banyoles Sees dar.