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Blick über die Metropole Barcelona

Barcelona

Die einzigartige Metropole

Hola - Barcelona - die nach Madrid zweitgrößte Stadt Spaniens. Die Hauptstadt von Katalonien ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Reisende aus aller Welt. Das einzigartige Stadtbild mit der Sagrada Família ist ebenso weltweit bekannt wie der berühmte Fußballclub FC Barcelona. In kaum einer anderen europäischen Großstadt treffen verschiedenste Epochen der Geschichte, aber auch die moderne Welt derartig aufeinander wie in Barcelona. Die Metropole im Nordosten Spaniens an der Mittelmeerküste der Costa Brava bedeckt ein in etwa fünf Kilometer breites Plateau. Dieses wird von den beiden Flüssen Llobregat und Besós sowie einer Bergkette begrenzt. Zu dieser Bergkettegehört auch der Berg Tibidabo, mit 512 Metern Höhe die höchste Erhebung der Umgebung. Nur etwas mehr als 120 Kilometer entfernt liegen die Pyrenäen. Diese bilden die Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Im Nordosten Spaniens herrscht ein typisch mediterranes Klima Die durchschnittliche Temperatur beträgt 16 Grad. Die Sommer sind meist sehr heiß und trocken, dennoch sind auch in den Sommermonaten einzelne Regentage zu erwarten. Die Winter sind niederschlagsreicher, allerdings sehr mild. Die Vegetation rund um die Stadt ist typisch für subtropische Gebiete. 

Barcelona und seine Geschichte

Zwei weit verbreitete Legenden setzen die Gründung der Stadt in stark unterschiedliche Zeitfenster. Einerseits soll der Vater des karthagischen Herrschers Hannibal die Stadt bereits 230 v. Chr. gegründet haben, andererseits heißt es, dass der mythische Held Herakles bereits gegen Ende des 2. Jahrtausends v.Chr. hier eine Stadt gegründet haben soll. Es ist anzunehmen, dass beide Gründungslegenden keinerlei wahren Gehalt aufweisen. Die ersten Hinweise auf eine Besiedlung des Gebietes stammen jedenfalls aus der Römerzeit. Hier wurde auch ein großes Militärlager errichtet, welche Barcino genannt wurde, worauf der Name der heutigen Stadt zurückzuführen ist.

In den kommenden Jahrhunderten hatten sowohl die Westgoten, die Mauren aber auch das Königreich Aragón die Kontrolle über die Stadt inne. Letzteres ging in die spanische Monarchie über, welche ihrerseits in der heutigen Republik endete. Auf diesem Weg haben Bürgerkriege, damit verbundene Bombardierungen und andere bewaffnete Auseinandersetzungen Teile der Stadt stark beschädigt, in anderen Bereichen ist jedoch die unvergleichbare Geschichte Barcelonas nach wie vor perfekt erhalten.

Eine ausführliche Besichtigung der Stadt wird meist mehrere Tage in Anspruch nehmen. Verschiedene Viertel können gänzlich unterschiedliche Einblicke in die Geschichte der Stadt geben. So können die römischen Ruinen ebenso besichtigt werden, wie die Reste der mittelalterlichen Stadt, ein gotisches Viertel oder die modernen Planstadt „Eixample“. Einen ganz besonderen Einblick in die Funktionsweise einer industrialisierten Großstadt gibt ein Besuch im Hafenviertel der Stadt. Obwohl die gesamte Stadt auf ihre eigene Weise sehenswert ist, können einzelne Sehenswürdigkeiten besonders hervorgehoben werden. 

Sagrada Família - Ein Highlight das niemand verpassen sollte

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist mit Sicherheit die Sagrada Família, die Unvollende. Der Kirchenbau im Stil einer römisch-katholischen Basilika wurde von Antoni Gaudí entworfen. Bereits 1882 wurde mit den Arbeiten begonnen. Bis heute ist die Errichtung noch nicht vollendet worden. Letzte Pläne waren, die Kirche zum 100 Todestag Gaudís im Jahr 2026 fertigzustellen, doch die Covid-19-Pandemie hat zu derartigen Verzögerungen geführt, dass dieser Termin mit Sicherheit nicht eingehalten werden kann. Die Kirche umfasst einen kreuzförmigen Grundriss und ist in fünf Schiffe gegliedert. Vor allem die zahlreichen spindelartigen Türme und weitere komplexe Verzierungen an der Außenseite geben der Sagrada Família ihr extravagantes Aussehen. Unter dem Gebäude wurde eine Krypta errichtet, welche im neogotischen Stil gehalten ist. Das Besondere daran ist, dass diese durch Öffnungen mit natürlichen Lichtquellen beleuchtet wird.

Blick auf den Park Guell in Barcelona.

Park Güell - hier kannst Du staunen

Auch der Park Güell wurde von Antoni Gaudí entworfen. Dabei handelt es sich um ein Erholungsgebiet, in welchem Grünflächen und Kunstwerke in Kombination zum Entspannen einladen. Vor allem die zahlreichen Verzierungen durch Bruchkeramik geben dem Park sein ganz eigenes Flair. Der Park Güell ist für sämtliche Besucher nicht kostenlos zugänglich. Sowohl Einheimische als auch Touristen nutzen diesen zum Abschalten und als Quelle der Inspiration. Wer mehr über Antoni Gaudí erfahren möchte, sollte unbedingt das Gaudí-Museum besuchen, welches unmittelbar neben dem Park liegt. Eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art ist Camp Nou, das größte Fußballstadion Europas und Heimat des FC-Barcelonas. Das Stadion bietet Platz für beinahe 100.000 Zuseher. An spielfreien Tagen können Touristen Camp Nou besuchen und dabei sogar die Kabinen und den Rasen des Stadions bewundern.

Barcelonas Gebäude und architektonische Leckerbissen

In Barcelona existieren zahlreiche historisch bedeutende Gebäude. Vor allem die weiteren Entwürfe von Antoni Gaudí sind hervorzuheben. Dabei handelt es sich um Casa Milà (La Pedrera), Casa Batlló, Casa Vicens und Casa Calvet. Sie sind alle in dem für Gaudí typischen Stil entworfen, welcher sich vor allem durch unsymmetrische, wellenartige Fassaden kennzeichnet. Sie gehören allesamt dem UNESCO-Weltkulturerbe an.

Doch auch zwei Gebäude eines weiteren berühmten Architekten haben es auf die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste geschafft. Der Palau de la Música Catalana und das Hospital de Sant Pau wurden beide von Lluis Domènech I Montaner entworfen und gehören dem Stil der Moderne an

Im gotischen Viertel findet sich die Kathedrale von Barcelona, welche der Heiligen Eulalia geweiht ist. . Die gotische Kathedrale wurde als Erweiterung einer Basilika aus dem 10. Jahrhundert entworfen. Diese konnte auf frühchristliche Bauten aus dem 6. Jahrhundert aufbauen, welche ihrerseits einen römischen Tempel überbaute. Damit kann in diesem Gebäude eine beinahe zweitausend Jahre lange Baugeschichte nachverfolgt werden.

Das Gran Teatre del Liceu ist das große Opernhaus der Stadt, welches 1847 errichtet und in den 1990er-Jahren nach einer Brandkatastrophe nach dem alten Vorbild wieder aufgebaut wurde. Aufführungen finden beinahe jeden Tag Stadt, aber auch eine Führung durch das Gebäude, sowie eine Besichtigung einzelner Abschnitte ohne Führung sind möglich.
Von architektonischem Interesse sind auch die Turmbauten Torre de Collserola, Torre Telefonica und Torre Agbar. Dabei handelt es sich um zwei Fernsehtürme sowie einen großen Büroturm, welche allesamt in unterschiedlichen Architekturstilen entworfen wurden.

Bedeutende Museen der Stadt

Wie jede Großstadt verfügt Barcelona über zahlreiche größere und kleinere Museen. Neben dem bereits erwähnten Gaudí-Museum sind vor allem folgende Museen zu nennen:
Das Picasso Museum beinhaltet zahlreiche weniger bekannte Werke des berühmten spanischen Künstlers, welche vorwiegend aus seinen Jugendjahren, seltener aus späteren Schaffensperioden stammen.

Das Museu Nacional d’Art de Catalunya, also das katalonische Nationalmuseum der Kunst, beinhaltet eine der weltweit größten Sammlungen der Romantik. Doch auch gotische Werke und Sammlungen aus dem Barock, der Renaissance und der Moderne sind hier untergebracht. Im historischen Stadtmuseum wird die Geschichte Barcelonas, beginnend in römischer Zeit bis zum 21. Jahrhundert in einer Dauerausstellung gezeigt. Dank jüngster archäologischer Ausgrabungen können sogar direkt im Museumsgelände Überreste römischer Ruinen besichtigt werden.

Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen

Einen Ausflug wert ist die berühmteste Flaniermeile der Stadt „La Rambla“. Diese Alle führt vom Zentrum der Stadt bis zum Hafen. Erwähnenswert ist der am Hafen gelegene Trinkbrunnen Font de Canaletes. Der Legende nach soll jeder Mensch, welcher von diesem Brunnen trinkt, im Laufe seines Lebens erneut nach Barcelona zurückkehren. Entlang La Rambla finden sich auch zahlreiche historische Gebäude, aber auch moderne Einkaufsmöglichkeiten. Als Einkaufsmeile deutlich beliebter ist hingegen die Passeig de Gràcia im Norden der Stadt. Hier haben sich vor allem luxuriöse Boutiquen angesiedelt.

Das Museum Fundació Joan Miró widmet sich der modernen Kunst mit starkem Bezug auf den Künstler Joan Miró.

Für einen romantischen Abend bietet sich ein Ausflug auf den Berg Carmelo an. Dieser liegt direkt in der Stadt und erhebt sich über 250 Meter über das Meer. Damit ergibt sich ein ausgezeichneter Ausblick über die gesamte Stadt. Gleichzeitig befindet man sich hier inmitten einer grünen Insel, da der gesamte Berg Carmelo naturbelassen ist.

Ausflüge in der Umgebung von Barcelona

Nicht nur die Stadt selbst, sondern auch deren unmittelbares Umland ist sehenswert. Hier sind beispielsweise die beiden Hausberge Barcelonas zu nennen. Der Tibidabo ist der höchste Gipfel in der Umgebung. Auf ihm wurde die Kirche Sagrat Cor, ein Fernsehturm und ein Freizeitpark mit zwei Achterbahnen errichtet. Erreicht wird der Gipfel des Berges durch eine Standseilbahn, doch auch ein Aufstieg zu Fuß ist möglich. Der Montjuic ist der zweite Hausberg der Stadt. Hier findet sich das Castell de Montjuic, eine mittelalterliche Festung, welche zum Schutz des Hafens der Stadt diente. Der Berg war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1992 sowie der Weltausstellung 1929.Als Zeugnisse dieser beiden Großereignisse ist das Poble Espanyol, das Spanische Dorf, aber auch das Olympische Stadion zu nennen. Ein weiterer Berg im Hinterland der Stadt ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Dabei handelt es sich um den Montserrat, welcher 1200 Meter hoch aufragt. Hier trifft eine leicht alpine Landschaft auf die mediterrane Welt. Auf dem Gipfel des Berges liegt ein Kloster, welches die berühmte schwarze Madonna von Montserrat beheimatet. Organisierte Ausflüge per Bus werden direkt von Barcelona aus angeboten.

Ab an die Costa Brava

Wer das Meer den Bergen vorzieht, sollte einen Ausflug an die Costa Brava unternehmen. Die „Wilde Küste“, ein Badeferien Paradies, charakterisiert sich durch Gebirgszüge, welche bis an die Mittelmeerküste heranreichen und in schroffen Klippen enden. Dennoch lassen sich zahlreiche idyllische Strandabschnitte entlang der Küste finden, welche zum Baden einladen. Zwischendurch liegen immer wieder kleine malerische Ortschaften, welche kaum von Touristen frequentiert werden. Lokale Gasthäuser locken mit traditionellen Gerichten. Von etwas belebteren Ortschaften aus können zahlreiche Boot-touren gebucht werden. Besonders empfehlenswert sind Ausflüge mit dem Glasbodenboot. Denn die zerklüftete Berglandschaft setzt sich auch unter Wasser fort und bietet zahlreichen Lebeweisen eine Heimat. Auch ein Ausflug nach Sitges mit einem Mietwagen kann sich lohnen. Hier erwartet die Besucher ein kleines Dorf mit verwinkelten Gassen und atemberaubenden Stränden. Doch auch historische Kirchenbauten können hier bewundert werden. Besonders bekannt ist Sitges für den hier stattfindenden Karneval.

Nur in kurzer Entfernung zur katalonischen Hauptstadt liegt die Ortschaft Figures. Diese ist als Heimatstadt des berühmten Künstlers Salvador Dali bekannt. Zu dessen Ehren wurde hier ein Museum eingerichtet, welches den Besucher mit auf eine Reise durch die surrealistische Welt Dalis nimmt. Nördlich der Stadt liegt der Cap de Creus Nationalpark. Hier lockt beinahe unberührte Natur und lädt zum Wandern oder Fahrradfahren ein. Der Nationalpark liegt unmittelbar an den Pyrenäen. Dennoch finden sich an der Küste zahlreiche kleine idyllische Fischerdörfer, welche sich hervorragend für eine kurze Auszeit anbieten.

Blick auf die Costa Brava.
Eine Brücke über den Fluss Llobregat in Katalonien.

Katalonien entdecken

Wer nach Barclona in seinen Ferien kommt sollte ganz Katalonien und darüber hinaus entdecken, denn hinter den Pyrenäen wartet Frankreich. Und zwischen Spanien und Frankreich liegt auch der Kleinstaat Andorra, welcher sehr gut als Tagestour bereist werden kann. So können drei Länder an einem Tag besucht werden. Bei einem Ausflug nach Andorra sollten unbedingt die Kirche in Santa Coloa, die Margineda Brücke und das Heiligtum von Mertixell besichtigt werden. Historisch Interessierte Urlauber sollten unbedingt einen Ausflug nach Tarragona unternehmen. Hier finden sich ausgezeichnet erhaltene Ruinen aus römischer Zeit. Neben dem Aquädukt Pont del Diable, der römischen Stadtmauer und den Überresten der Wagenrennbahn ist vor allem das Amphitheater unmittelbar an der Meeresküste zu erwähnen. Doch auch die Stadt Tarragona selbst ist sehenswert. Zahlreiche Gebäude unterschiedlicher architektonischer Epochen zeugen von der Geschichte der Stadt. Kleine verwinkelte Gassen und liebevoll gestaltete offene Plätze laden zum Erkunden, aber auch zum Verweilen ein.